4 – Fesseln

Durch so vieles fesseln wir unser Herz und unseren Geist und hindern uns am Weitergehen und am Wachsen. Alles, was wir nicht verzeihen können, hält uns gefangen, lange bevor wir dieses Gefangensein nach außen projizieren, indem wir andere Menschen an ihrem Weitergehen und Wachsen zu hindern versuchen. Der Mensch, der sich selbst gestattet, eine erlebte […]
3 – Erwartungen

Ganz instinktiv verstehen wir im Laufe unserer Kindheit, dass wir im Grunde unsere Mitmenschen darin anleiten, wie wir von ihnen behandelt werden wollen, und zwar durch die Art, wie wir über uns selbst sprechen. Bevor wir allerdings den tieferen Sinn hinter dieser instinktiven Ahnung verstehen (der darin liegt, dass wir achtsam von uns selbst sprechen […]
2 – Filter

Viele Menschen bekommen in ihrer Kindheit viel über sich selbst zu hören, das manches mit der erzählenden Instanz, aber kaum etwas mit der Person des Kindes zu tun hat. Wenn den Kindern gesagt wird, sie seien Störenfriede, Wildfänge, Faulpelze, Versager, zu nichts zu gebrauchen, ganz und gar missraten oder gar böse, chancenlos und das alles […]
1 – Nichtwissen

Wir kommen auf die Welt und auf den ersten Blick scheint es so, als seien alle Türen verschlossen. Wir haben keine Ahnung, was hinter den vielen Türen liegt. Natürlich drängt es uns, es zu erfahren, denn dazu ist das Leben ja da. So liegt es in unserer Natur. Jede geschlossene Tür stellt eine Sinnanfrage an […]
Kapitel 2: Aggression

Einführung Aktivwerden: Wechsel in den Aktivpol. Im Verlauf einer aristotelisch strukturierten Erzählung entsprechen die Aktivpole oder das Aufbrechen der Aggression dem zweiten Akt im Erzählstück. Von der dramatischen Struktur her handelt es sich um das Scheitern eines Lösungsversuchs. Der*die bisher passive Held*in, der*die an der Welt und ihren Missständen persönlich gelitten hat, wird nun aktiv. […]
7 – Projektion

Eigentlich verbindet uns das Gebet mit der göttlichen, der universalen, der kosmischen Matrix. Eigentlich lässt uns das Gebet einen bewussten Kontakt zu unserem seelischen Bewusstseinsstrom herstellen, zu dem, was wir die göttliche Quelle in uns oder den Urgrund allen Seins nennen. Eigentlich erhalten wir über diese Art, mit unserem höheren Selbst und darüber mit dem […]
6 – Verunsicherung

Aus all dem Lug und Trug, mit dem wir alle in den Aussagen über unsere Person und über das Wesen der Welt und des Lebens heranwachsen, entstehen Irrungen und Wirrungen aller Art. Menschen lernen – und glauben es bis in ihr Erwachsenenalter hinein – sie würden von ihren Gefühlen und Emotionen beherrscht werden müssen und […]
5 – Empfangen

Als Kinder erwarten wir ständig Informationen und Botschaften und saugen sie auf, wenn wir sie erhalten. Wir erwarten sie nicht so sehr von einer hochgeistigen Quelle wie dem Universum, wohl aber von Quellen, die das Kind im Vergleich mit sich selbst als höhergeistig empfindet: Eltern, Großeltern, Erzieher*innen, Lehrer*innen. Von allen Instanzen, die mehr Lebenserfahrung aufweisen […]
4 – Einsamkeit

Wir alle stammen aus der gleichen Quelle und wir alle befinden uns auf der Reise zurück zu dieser Quelle, von der wir uns für die Selbsterfahrung des Wesens der Quelle, getrennt haben. So lautet der Mythos der Liebe, der die Gegenerzählung zum Mythos der Angst liefert, nach dem wir voneinander getrennte Wesen seien und jeder […]
3 – Scham

Ist jeder von uns wohl in der Lage, fünf Menschen zu benennen, die er*sie persönlich kennt als jemand, der*die weiß, wer er*sie ist und der*die seinen*ihren Wert kennt? Drei vielleicht? Oder zumindest einen anderen Menschen? Sich selbst denn? Nein? Kein Wunder, dass die Welt sich in dem Zustand befindet, den wir anhand von Streit, Entfremdung, […]